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Klimafluch und Klimaflucht

Statt Klimaaktivisten als „Guru der Apokalypse“ zu bezeichnen, sollten diese der Wissenschaft und Klima-Experten zuhören: hier ein Film dazu

Wer jetzt die Augen verschließt und den Kopf in den Sand steckt, schlimmer noch, dagegen hetzt und Angst schürt, der verspielt die Zukunft folgender Generationen!

Mir kommt es so vor, dass Rezo Recht hat. Die Union und die SPD müssen weg. Die haben Jahrzehnte verschlafen und Klientelpolitik gemacht , ohne Visionen und taub für die Hinweise aus der Wissenschaft . Jetzt muss sich was ändern!

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Menschengemachter Klimawandel?

Wenn die Daten stimmen, sollte es zu denken geben.
Temperaturentwicklung der gut letzten 20 000 Jahre auf der Erde

Es sieht wohl so aus, auch wenn es welche gibt, die es nicht glauben wollen und weiter ohne Tempolimit und protzig die Autobahnen und Städte verstopfen wollen. Die viel Fleisch aus der Massentierhaltung (weil billig) essen wollen, Kreuzfahrten und Fernflüge zum Urlaub (vielleicht auch noch mehrmals im Jahr) machen wollen.

Zitat

Die Frau hat Recht:

sueddeutsche.de Politik 15. Juni 2019, 20:27

Klimapolitik – Die Deutschen haben die Pflicht, ungehorsam zu sein

Der Kampf der Jugend gegen den Klimawandel zeigt: Die Demokratie braucht die moralische Ausdehnung der Zivilgesellschaft, um zu überleben. Kolumne von Jagoda Marinić

Es ist Freitag und Zeit, sich auf all die Plätze dieser Republik zu begeben, an denen sich heute die Jugend trifft, ihre Zukunft zu retten. Ich war am Freitag vor Pfingsten in Berlin am Invalidenplatz. Einmal musste nicht Schule geschwänzt werden, um Slogans für das Klima zu singen. Da demonstrierte eine gut gelaunte Jugend, die ahnt: Sie wird viel gelobt und doch politisch ignoriert. Ihre Wirkmacht entfaltete sie bei den jüngsten Wahlen, doch die Regierenden stellen sich taub. Die Jugend lässt sich nicht die Stimmung verderben. Beharrlichkeit scheint eine neue Tugend zu sein. Die Älteren hingegen lassen auf sich warten: Was wäre, wenn die Eltern und Großeltern dieses Landes einen Freitag lang alles stehen und liegen ließen, um die Zukunft ihrer Kinder und Enkelkinder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken? „Fridays for Future“ ist nur ein Beispiel für eine der wichtigsten Fragen der Gegenwart: Wie viel Ungehorsam verträgt eine Demokratie? Wie viel braucht sie, um zu überleben? Henry David Thoreau schrieb dazu schon 1849 eine Art Bürgerbibel „Über die Picht zum Ungehorsam gegen den Staat“. Der schöne englische Titel lautet: „Civil Disobedience“. Ziviler Ungehorsam. Es ist ein Buch, das wieder gelesen werden sollte, weil es an das Gewissensrecht erinnert, etwas, das derzeit als „moralisieren“ abgetan wird.

Moral! Wer sich moralisch gibt, will doch nicht mehr diskutieren! Wer moralisch argumentiere, segne sich selbst den eigenen Standpunkt ab und sei nicht offen für Diskurs, behaupten einige. Es lässt sich jedoch auch das Gegenteil beobachten: Argumente, die nicht ins Weltbild passen, werden wegen moralischer Überlegenheit abgetan, um sich einer neuen Realität nicht stellen zu müssen. Da kommt beispielsweise ein Rezo mit blauem Haar über Youtube auf unsere Bildschirme, fasst ein paar Statistiken locker zusammen, und das Land steht kopf. Reicht in Deutschland so ein bisschen kritischer Ungehorsam und Autonomie gegenüber dem Mainstream, und schon schwadroniert AKK, bald Kanzlerkandidatin, von Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Wahlkampfzeiten? Wann genau dürften Bürgerinnen ihre Kritik denn äußern? Will man noch das Medium festlegen, möglichst eines, das nicht viral geht vermutlich? Die alte Holzkiste auf dem heimischen Markt vielleicht? Deutschland ist das einzige Land, in dem das Reden über die Schulpflicht bald so viel Raum einnimmt wie das Reden über Klimaziele. Es wird gelassen an der Fakten- und Stimmungslage vorbeiregiert. Auf der Berliner Demo sagte einer der Organisatoren: „Während wir hier stehen, entscheiden die Regierenden gerade wieder einmal, dass sich nichts ändern wird.“ Er wurde mit gut gelaunten Slogans belohnt, und es war schwer auszumachen, ob er damit den traurigsten oder den hoffnungsvollsten Moment dieser Demonstration geschaffen hatte.

Weniges wäre zerstörerischer, als Demonstrationen zu verharmlosen, nur weil sie kreativ daherkommen. Kaum eine Botschaft an diese Jugend wäre verheerender als: Solange ihr gut gelaunt bleibt, demonstriert ruhig weiter, politische Folgen hat Protest jedoch erst mit den Mitteln von Pegida, wenn ihr mit Galgenpostern und Wuttiraden marschiert, oder wie die Gelbwestenbewegung – die ihre Forderungen mit Gewalt durchsetzte. Demokratie braucht Ungehorsam, doch kommt er kreativ und leicht daher, wird er belächelt. Als wäre Deutschland nicht das Land, in dem sich die Friedensbewegung mit Lichterketten durch die Straßen zog. Zurück zu Thoreau, der wieder mehr gelesen werden sollte. Er schreibt Sätze, die nach Pink Floyds Song „Welcome to the Machine“ klingen. Welche Maschine? Viele funktionieren heute wie gut geölt, supersozialisiert von klein auf. „Mach dein Leben zu einem Gegengewicht, um die Maschine aufzuhalten“, so eines der berühmtesten Zitate von Thoreau. Rezo hat in seinem Video die irrationale Politikmaschine sichtbar gemacht, die arbeitet, als gäbe es keine Fakten zur Klimakrise. Die Verantwortlichen empören sich über die Folgen der Aufklärung statt über sich selbst. Wer dreht nun, wie Rezo, ein Video über Bundesinnenminister Seehofer, der in einem verschachtelten Matroschka-Einwanderungsgesetz ein Abschiebegesetz durchbekommt, das Flüchtlingshelfer kriminalisiert? Nebenher noch ein wenig abhören, Bürger belauschen – und fertig ist der Superstaat. Solche Gesetze sind Handschellen, die ein Staat dem zivilen Ungehorsam anlegt, Mittel gegen das Vertrauen in die Gewissensentscheidung. Der israelische Bestsellerautor Yuval Noah Harari warnte unlängst vor dem totalitärsten aller totalitären Staaten, sobald digitale Diktaturen ihre Möglichkeiten ausschöpften. Solche Warnungen sind kein Ausdruck von Fortschrittsfeindlichkeit, sondern Fragen nach Freiheit. Demokratische Regierungen müssen sich diesen Freiheitsfragen im Zuge der Digitalisierung mindestens so sehr stellen, wie sie den Fortschritt propagieren. Was wird aus Demokratien, wenn Bürgerinnen und Bürger gläsern sind? Wenn, wie in der Türkei, ein falsches Like in den sozialen Medien ausreicht, um bei der Einreise in ein Land als Feind betrachtet zu werden? Je enger die Freiheitsräume werden, je öffentlicher das Private, desto notwendiger ist eine Zivilgesellschaft, die Ungehorsam als Bürgerpflicht verinnerlicht hat.

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Klimawandel und die Konsequenzen

Den meisten Leuten ist klar, das Klima ändert sich – es wird wärmer, und so wie die Regierenden reagieren, wird sich daran nicht viel ändern, nur verschlechtern.

Was wollen wir also dafür tun? Was können wir tun? Kopf in den Sand, wie unsere Volksvertreter, der Landesvater, die Wirtschaft?

Die Wissenschaft ist sich da schon lange und zu allergrößten Teil einig, nur gehört wird sie zu wenig. Unser Regierungspersonal scheint den Tatsachen einfach nicht genug nachhaltige Regierungsarbeit entgegen stellen zu können/wollen. Warum nicht? Entweder stehen sie für andere Interessen ein, oder das System kann schnelle und tiefgreifende Veränderungen nicht durchführen.

Unsere Jugend scheint da etwas zielorientierter zu sein, ist ja auch ihre Zukunft.

Die Welt braucht mehr Menschen, die für eine gute Zukunft eintreten.

Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Wer allerdings eine 16-jährige, die sich Gedanken um die Zukunft macht, nur diskreditiert, wie die „dunklen Lichter“ der AfD, beweist, welches Geistes Kind er ist. Immer auf die Schwächeren und unheimlich dümmlich. Denken bis zur Nasenspitze, weiter geht es einfach nicht.

Weiterer Artikel zu diesem Thema vom 27.04.2019

Vertrauen zu CSU/CDU?

Hier mal wieder einen Beitrag zum Thema vertrauensbildende Maßnahme von Regierungsverantwortlichen: BR Funkstreifzug

Da braucht man kein Prophet zu sein, so geht es uns auch bei der Upload-Filter-Geschichte. Was auch immer im Koalitionsvertrag steht, wenn es eigene Interessen zu wider ist, dann hat die CSU/CDU ihre Ansicht durchgesetzt.

Alles schon mal erlebt: siehe Abstimmverhalten von „Glyphosat-Schmidt„.